Fischereiordnung

Fischereiordnung (Stand: 09.06.2021):

  1. Für die Ausübung der Fischerei gelten neben dem Landschaftsschutzgesetz und dem Landesfischereigesetz die Richtlinien dieser Fischereiordnung.
  2. Mit dem Erwerb des Erlaubnisscheines ist der/die Erlaubnisnehmer/in mit dieser Fischereiordnung, die zusätzlich zu den gesetzlichen Bestimmungen gilt, einverstanden. Ein Verstoß gegen diese Richtlinien hat den sofortigen, entschädigungslosen Entzug des Erlaubnisscheines zur Folge.
  3. Fischdiebstahl wird gerichtlich geahndet.
  4. Alle Erlaubnisnehmer*innen sind dazu verpflichtet, wahrgenommene Verstöße gegen gesetzliche und interne Bestimmungen, Gewässerverunreinigungen oder Auftreten von Fischkrankheiten (Fischsterben), dem nächsten Aufsichtsorgan zu melden.
  5. Die Nichteinhaltung der Bestimmungen stellt eine Verwaltungsübertretung dar und wird bei der Verwaltungsbehörde angezeigt.
  6. Das Betreten und Befahren des Grundstückes sowie die Benützung sämtlicher Infrastruktur am Gelände erfolgt auf eigene Gefahr (Privatgrundstück). Eltern haften für ihre Kinder.
  7. Der/die Erlaubnisnehmer*in übt den Fischfang auf eigene Gefahr und Risiko aus und haftet für alle Schäden und Unfälle.
  8. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen nur unter Aufsicht einer volljährigen Person den Fischfang ausüben.
  9. Die Ruten dürfen nur von Erlaubnisinhaber*innen sowie deren Begleitpersonen mit gültigem Erlaubnisschein verwendet werden.
  10. Mehrfachhaken sind ausnahmslos beim Spinnfischen und beim Befischen von Hecht und Wels erlaubt.
  11. Mit Ausnahme der Stockangel sind sämtliche Fanggeräte wie Netze, Reusen, Nachtschnüre usw. sowie technische Hilfsmittel (Strom, Echolot) verboten.
  12. Ausgelegte Angelruten müssen stets von Fischereierlaubnisinhaber*innen beaufsichtigt werden.
  13. Friedfische dürfen nur mit Montagen ohne Widerhaken befischt werden.
  14. Festbleimontagen sind verboten. Es dürfen ausnahmslos nur Bleimontagen ohne Stopper verwendet werden.
  15. Schnurstärken unter 0,30 mm sind verboten. Geflochtene Hauptschnüre dürfen nur ausschließlich für das Befischen von Hecht und Wels verwendet werden. Vorfächer bzw. Schlagschüre dürfen immer geflochten sein.
  16. Die Verwendung lebender Wirbeltiere als Köder ist verboten.
  17. Die Verwendung von Abhakwannen („Cradles“) samt einem Wassergefäß  ist Pflicht.
  18. Ein Klinikum / Antiseptikum zur Desinfektion von Hakenwunden ist verpflichtend mitzuführen und bei äußeren Verletzungen anzuwenden.
  19. Das Angeln vom Boot ist verboten. Das zur Verfügung stehende Boot darf ausnahmslos nur außerhalb des Schongebietes für das Befreien von Angelschnüren sowie beim Welsfischen für das Setzen einer Boje oder das Abspannen einer Angelschnur verwendet werden.
  20. Das Aufstellen eines Wetterschutzes ist erlaubt.
  21. Das Parken von Kraftfahrzeugen ist am Seegelände verboten. Die Parkordnung ist einzuhalten!
  22. Das Befahren der Angelplätze ist ausschließlich bei An- und Abreise erlaubt.
  23. Grillfeuer dürfen auf eigene Gefahr in den vorgesehenen Feuerschalen entzündet werden.
  24. Jeder gefangene Fisch muss vollständig in die Fangliste eingetragen werden.
  25. Der Fischer verpflichtet sich, den abgelaufenen Erlaubnisschein mit vollständig ausgefüllter Fangliste bei der Fischerkartenausgabestelle wieder abzugeben.
  26. Der Angelplatz ist stets sauberzuhalten.
  27. Den Aufsichtsorganen muss neben der Durchsicht des Fischereierlaubnisscheines und eines Lichtbildausweises auch die Kontrolle von Fanggeräten, Fangvorrichtungen, Behältnissen und Fahrzeugen jederzeit ermöglicht werden.
  28. Den Aufsichtsorganen ist in Belangen der Fischerei unbedingt Folge zu leisten.

Es gelten folgende Schonzeiten sowie Mindest- und Höchstmaße für die Entnahme:

Fischart Schonzeit Mindest- bzw. Höchstmaß
Hecht 1.1. – 30.4. 50 – 90 cm
Karpfen keine Keine Entnahme
Schleie keine Keine Entnahme
Waller (Wels) 15.5. – 15.7. 70 – 90 cm
Zander keine Keine Entnahme
Stör keine Keine Entnahme
Barsch keine Verpflichtende Entnahme

Jeder innerhalb der Schonzeit gefangene bzw. nicht zur Entnahme freigegebene Fisch ist unverzüglich und mit größter Sorgfalt vom Haken zu lösen und schonend ins Wasser zurückzusetzen.

Die angeführten Mindestlängen sind von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse zu rechnen. Für die nicht angeführten Fische gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Erlaubte Entnahme innerhalb von 24h: Insgesamt zwei Raubfische

Eine nachhaltige Bewirtschaftung des Fischereigewässers hat oberste Priorität. Die erlaubte Entnahme wird regelmäßig aktualisiert, um je nach Zuwachsleistung bzw. Besatz einen gesunden und angepassten Fischbestand sicherzustellen.

 

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