Fischereiordnung

Fischereiordnung (Stand: 01.07.2020):

  1. Für die Ausübung der Fischerei gelten neben dem Landschaftsschutzgesetz und dem Landesfischereigesetz die Richtlinien dieser
  2. Mit dem Erwerb des Erlaubnisscheines ist der Fischer mit dieser Fischereiordnung, die zusätzlich zu den gesetzlichen Bestimmungen gilt, einverstanden. Ein Verstoß gegen diese Richtlinien hat den sofortigen, entschädigungslosen Entzug des Erlaubnisscheines zur Folge.
  3. Fischdiebstahl wird gerichtlich geahndet.
  4. Alle Erlaubnisnehmer sind dazu verpflichtet, wahrgenommene Verstöße gegen gesetzliche und interne Bestimmungen, Gewässerverunreinigungen oder Auftreten von Fischkrankheiten (Fischsterben), dem nächsten Aufsichtsorgan zu melden.
  5. Die Nichteinhaltung der Bestimmungen stellt eine Verwaltungsübertretung dar und wird bei der Verwaltungsbehörde angezeigt.
  6. Das Betreten des Grundstückes erfolgt auf eigene Gefahr (Privatgrundstück). Eltern haften für ihre Kinder.
  7. Der Erlaubnisnehmer übt den Fischfang auf eigene Gefahr und Risiko aus und haftet für alle Schäden und Unfälle. 
  8. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen nur unter Aufsicht einer volljährigen Person den Fischfang ausüben (Ausnahme mit abgelegter Fischerprüfung).
  9. Die Ruten dürfen nur vom Erlaubnisinhaber verwendet werden.
  10. Mehrfachhaken sind ausnahmslos beim Spinnfischen und beim Befischen von Hecht und Wels. 
  11. Mit Ausnahme der Stockangel sind sämtliche Fanggeräte wie Netze, Reusen, Nachtschnüre usw. sowie technische Hilfsmittel (Strom, Echolot) verboten.
  12. Der Fischereierlaubnisinhaber muss ausgelegte Angelruten stets beaufsichtigen.
  13. Friedfische dürfen ausnahmslos nur mit Schonhaken befischt werden.
  14. Schnurstärken unter 0,30 mm sind verboten. Geflochtene Hauptschnüre dürfen nur ausschließlich für das Befischen von Hecht und Wels verwendet werden. Vorfächer bzw. Schlagschüre dürfen immer geflochten sein.
  15. Karpfen und Störe dürfen nur mit Safety Rig Montage befischt werden.
  16. Die Verwendung lebender Wirbeltiere als Köder ist verboten.
  17. Die Verwendung von Abhakmatten ist Pflicht.
  18. Ein Klinikum / Antiseptikum zur Desinfektion von Hakenwunden ist verpflichtend mitzuführen und bei äußeren Verletzungen anzuwenden.
  19. Das Fischen, von einem Boot aus, ist verboten.
  20. Das Aufstellen eines Wetterschutzes ist erlaubt.
  21. Das Parken von Kraftfahrzeugen ist am Seegelände verboten. Die Parkordnung ist einzuhalten!
  22. Grillfeuer dürfen nur in den vorgesehenen Feuerschalen entzündet werden.
  23. Jeder gefangene Fisch muss vollständig in die Fangliste eingetragen werden.
  24. Der Fischer verpflichtet sich, den abgelaufenen Erlaubnisschein mit vollständig ausgefüllter Fangliste bei der Fischerkartenausgabestelle wieder abzugeben.
  25. Der Angelplatz ist stets sauber zu halten.
  26. Den Aufsichtsfischern muss neben der Durchsicht von Fischereierlaubnisschein, Lichtbildausweis und amtlicher Fischerkarte auch die Kontrolle der Fanggeräte, Fangvorrichtungen, Fangmittel und Behältnisse jederzeit ermöglicht werden.
  27. Den Aufsichtsorganen ist in Belangen der Fischerei unbedingt Folge zu leisten.

 

Es gelten folgende Schonzeiten sowie Mindest- und Höchstmaße für die Entnahme:

Fischart Schonzeit Mindest- bzw. Höchstmaß
Hechte 1.1. – 30.4. 50 – 90 cm
Karpfen keine Keine Entnahme
Schleien 1.6. – 30.6. 25 – 35 cm
Waller (Wels) 15.5. – 15.7. 70 – 90 cm
Zander 1.1. – 31.5. Keine Entnahme
Stör keine Keine Entnahme
Sonnenbarsch keine Verpflichtende Entnahme

Jeder außerhalb der Schonzeit bzw. nicht zur Entnahme freigegebener Fisch ist unverzüglich und mit größter Sorgfalt vom Haken zu lösen und schonend ins Wasser zurückzusetzen.

Die angeführten Mindestlängen sind von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse zu rechnen. Für die nicht angeführten Fische gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Erlaubte Entnahme innerhalb von 24h: Eine Schleie und ein Raubfisch. 

Ziel ist es, eine nachhaltige Bewirtschaftung des Fischereigewässers sicher zu stellen. Die Entnahme wird regelmäßig aktualisiert, um je nach Zuwachsleistung bzw. Besatz, einen gesunden und angepassten Fischbestand sicherzustellen.

 

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