Fischereiordnung

Fischereiordnung (Stand: 15.03.2019):

  1. Für die Ausübung der Fischerei gelten neben dem Landschaftsschutzgesetz und dem Landesfischereigesetz die Richtlinien dieser Fischereiordnung.
  2. Mit dem Erwerb des Erlaubnisscheines ist der Fischer mit dieser Fischereiordnung, die zusätzlich zu den gesetzlichen Bestimmungen gilt, einverstanden. Ein Verstoß gegen diese Richtlinien hat den sofortigen, entschädigungslosen Entzug des Erlaubnisscheines zur Folge.
  3. Alle Erlaubnisnehmer sind dazu verpflichtet, wahrgenommene Verstöße gegen gesetzliche und interne Bestimmungen, Gewässerverunreinigungen oder Auftreten von Fischkrankheiten (Fischsterben), dem nächsten Aufsichtsorgan zu melden.
  4. Die Nichteinhaltung der Bestimmungen stellt eine Verwaltungsübertretung dar und wird bei der Verwaltungsbehörde angezeigt.
  5. Das Betreten des Grundstückes erfolgt auf eigene Gefahr (Privatgrundstück). Eltern haften für ihre Kinder.
  6. Der Erlaubnisnehmer übt den Fischfang auf eigene Gefahr und Risiko aus und haftet für alle Schäden und Unfälle.
  7. Der Fischereierlaubnisschein gilt nur in Verbindung mit der behördlichen Fischerkarte (Tageskurs), einem amtlichen Lichtbildausweis und ist nicht übertragbar.
  8. Kinder bis zum vollendeten Lebensjahr dürfen nur unter Aufsicht einer volljährigen Person den Fischfang ausüben (Ausnahme mit abgelegter Fischerprüfung).
  9. Es dürfen 2 Angelruten mit je einem Einzelhaken gleichzeitig verwendet werden. Die Ruten dürfen nur vom Erlaubnisinhaber verwendet werden.
  10. Mehrfachhaken sind ausnahmslos nur beim Spinnfischen erlaubt.
  11. Mit Ausnahme der Stockangel sind sämtliche Fanggeräte wie Netze, Reusen, Nachtschnüre usw. sowie technische Hilfsmittel (Strom, Echolot) verboten.
  12. Der Fischereierlaubnisinhaber muss ausgelegte Angelruten stets beaufsichtigen.
  13. Friedfische dürfen ausnahmslos nur mit Schonhaken befischt werden.
  14. Schnurstärken unter 0,30 mm sind verboten. Geflochtene Hauptschnüre dürfen nur ausschließlich für das Befischen von Hecht und Wels verwendet werden.
  15. Karpfen dürfen nur mit Safety Rig Montage befischt werden.
  16. Das Fischen mit Lebendködern ist verboten.
  17. Die Verwendung von Abhakmatten ist Pflicht.
  18. Das Fischen, von einem Boot aus, ist verboten.
  19. Es ist verboten, Fische tagsüber zu hältern.
  20. Das Aufstellen von Zelten ist erlaubt.
  21. Das Parken von Kraftfahrzeugen ist am Seegelände verboten. Die Parkordnung ist einzuhalten!
  22. Lagerfeuer dürfen nur in Feuerschalen entzündet werden.
  23. Jeder gefangene Fisch muss vollständig in die Fangliste eingetragen werden.
  24. Der Fischer verpflichtet sich, den abgelaufenen Erlaubnisschein mit vollständig ausgefüllter Fangliste bei der Fischerkartenausgabestelle wieder abzugeben.
  25. Der Angelplatz ist stets sauber zu halten.
  26. Den Aufsichtsfischern muss neben der Durchsicht von Fischereierlaubnisschein, Lichtbildausweis und amtlicher Fischerkarte auch die Kontrolle der Fanggeräte, Fangvorrichtungen, Fangmittel und Behältnisse jederzeit ermöglicht werden.
  27. Jegliche Art von Anfüttern ist verboten!
  28. Den Aufsichtsorganen ist in Belangen der Fischerei unbedingt Folge zu leisten.

Es gelten folgende Schonzeiten sowie Mindest- und Höchstmaße für die Entnahme:

Fischart Schonzeit Mindest- bzw. Höchstmaß
Hechte keine 50 – 90cm
Karpfen keine Keine Entnahme
Schleien keine Keine Entnahme
Waller (Wels) keine 70 – 90cm
Zander 1.1. – 31.5. 50 – 80cm
Stör keine Keine Entnahme
Salmoniden keine Verpflichtende Entnahme
Sonnenbarsch keine Verpflichtende Entnahme

Die angeführten Mindestlängen sind von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse zu rechnen.

Für die nicht angeführten Fische gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Erlaubte Entnahme innerhalb von 24h: Zwei Salmoniden und ein Raubfisch.

Ziel ist es, eine nachhaltige Bewirtschaftung des Fischereigewässers sicher zu stellen. Die Entnahme wird regelmäßig aktualisiert, um je nach Zuwachsleistung bzw. Besatz, einen gesunden und angepassten Fischbestand sicher zu stellen.

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